Ab wann verliert man eigentlich den Überblick?

Geposted von Tanja Cerro am

Heute erhielten wir eine Bestellung, von einem Kunden, der das 2te Mal bei uns im Shop bestellt hat. Ich weiß das, weil ich mir den Namen gemerkt habe. Ist das jetzt ein gutes Zeichen? - Weil es bedeutet, dass mein Gehirn gute Arbeit leistet? Oder ist es ein schlechtes Zeichen, weil wir einfach noch zu wenig Bestellungen haben? Vielleicht ist das aber auch gar nicht so wichtig, weil das Beste daran ist ja, dass er nochmal bestellt hat, was wiederum bedeutet, dass der Kunde mit unserem Slime zufrieden ist. Was uns im Umkehrschluss zu sehr glücklichen Menschen macht. Diesen Monat verzeichnen wir nicht so gute Zahlen. Wir hatten uns die letzten Monate wirklich gut gehalten aber der März wollte nicht mit auf die Party kommen. Auch bei Google fallen wir ab. Wir können uns das nicht so ganz erklären, sind aber guter Dinge und bleiben natürlich am Ball. So überlegen wir im Social Media Bereich ein bisschen mehr in die Offensive zu gehen.

TikTok - Es ist der absolute Wahnsinn wieviel Zeit man auf dieser Plattform verbringen kann

Da ich mich eigentlich “ein bisschen zu alt” fühle und unkreativ noch dazu, habe ich den Gedanken dort aktiver zu werden nach wenigen Versuchen immer wieder beiseite geschoben. Ich denke, da muss doch unser ältester Sohn mal ran. Er gehört der TikTok Generation an, so wie ich der >>ich hab nur 160 Zeichen SMS - HDGDL<< Generation angehöre. Oh Gott, wenn ich daran zurückdenke... was ich an meinen SMS rumgebastelt habe um diese 160 Zeichen nicht zu überschreiten. SMS!!! Bei Facebook war man nur angemeldet um Spiele zu spielen. Man wollte immer das kleinste Handy haben. Ein Nokia und Snake-Rekorde gehörten zu unserem Alltag. Mein erstes Smartphone. Heftig... Okay, ich schweife ab. TikTok Videos also, mit Slime. Es gibt tausende Slimevideos und alle sind irgendwie gleich. Kann man da wirklich nicht kreativer werden? Und ich rede jetzt nicht von dem Slime… dem sind ja nun wirklich keine Grenzen gesetzt. Ich rede vom Aufbau des Videos. Meiner Kinder hatten schon zwei bis drei gute Ideen in der Brainstorming-Runde eingeworfen. Uns ist dabei aber super wichtig, dass man keine Gesichter sieht. Vielleicht greifen wir die Superheldenschiene auf. Unser Illustrator leistet wirklich so tolle Arbeit! - Habt ihr seine Bilder auf unserer Seite schon entdeckt? Unpacking Videos, im Superheldenkostüm, unserer Slimesets. Ich glaube das könnte was werden. Uh, ich seh mich schon als Wonder Woman auf deiner #fyp (Das bedeutet FYP: For Your Page Das Kürzel wird in der TikTok-App bei der "Für Dich"-Seite verwendet.) herumflattern. 

Social Media - wie verträgt sich das eigentlich mit dem Familienleben?

Jetzt denke ich über eine Social Media Karriere als Slime Wonder Woman nach und vergesse dabei den Aspekt, dass ich meinen Kindern jeden Tag predige, ihre Smartphones aus der Hand zu legen. Wie sollen sie es lernen, wenn die Mama es doch nicht anders macht? Klar - es gehört zur Arbeit, das verstehen sie schon. Social Media gehört zu einer Onlinekarriere wie Kaffee zur Morgenroutine. Mein Mann mag seinen Kaffee mit Milch und Zucker. Er kocht allerdings auch keinen Kaffee, sondern Mokka! Unsere Videos sollen auch wie Mokka sein. Intensiv und ein bisschen anders. Ich werde diese Metapher jetzt noch weiter nutzen und vergleiche so die Standard- Slimevideos mit purem, schwarzen Kaffee. Ein weeeeenig öde (aber nicht schlecht - für viele völlig “normal” eben). Wir wollen Milch und Zucker! Und entweder wir bekommen Kaffee mit Milch und Zucker oder wir trinken eben erst gar keinen. Ja, so ungefähr verhält es sich auch mit den Videos. Entweder sie werden richtig gut oder wir lassen es gleich bleiben. Man könnte es auch Perfektionismus nennen. Wenn wir also so ein perfektes Video kreieren wollen, verbringen wir viele weitere Stunden vor dem Bildschirm unseres Smartphones und zeigen unseren Kindern, dass es völlig normal ist, diese ganze Zeit in Social Media zu investieren aber als löblich kann ich das nicht bezeichnen. Zwickmühle. Das heißt für mich, es wird erst gedreht wenn die Kinder schlafen oder sie werden eben mit eingebunden und das wird ein “Familiending”. Ich bin fürs Familiending - anonym soll es aber trotzdem bleiben! Mal sehen ob ich in meinem neuen Job als Regisseurin bestehen kann.

Alles Liebe, Tanja




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