Nr.3 Emil Kapitän Emil - Emils Abenteuer auf hoher See

Geposted von Antonio Cerro am

NR.3 EMIL Kapitän Emil - Emils Abenteuer auf hoher See.

Als ich heute Morgen in meinen Zauberslime griff, ahnte ich noch nicht, dass ich zum Seeräuber hatte werden sollen. Gelandet war ich auf einem riesigen Kahn, mit zwölf Männern, die bis zum Himmel stanken.  Den ganzen Vormittag waren wir schon kreuz und quer über den Ozean gefahren. Als mich der erste Sturm überraschte, wurde ich grün wie ein Alien. Nur der Griff in den Zauberslime verhinderte, dass ich über die Rehling kotzte. Den Slime hatte ich unter meinem Hut auf dem Kopf versteckt. Es war ein rieeeeesiger Hut. An ihm hingen an Lederbändern Perlen und Silberplättchen. 

»Kapitän Emil!«, rief einer der Piraten mir zu. 

»Laaaaand in Siiiiiiicht!« schrie ein anderer mit srohigem, blondem Haar.

Ich war nicht nur auf einem Piratenschiff gelandet, ich war auch der Kapitän dieser Crew. 

»Klarmachen zum Ankern!«, rief ich zurück, während ich am Ruder des großen Schiffes stand. 

Wir steuerten eine Insel an, auf der ein Schatz versteckt war. Die Piraten erzählten sich abenteuerliche Geschichten über ein Monster, dass über den Schatz wachte.

Pille, ein kleiner Mann mit Loch im Schuh und Augenklappe, schaute mich mit einem breiten Grinsen an »Aye Aye Kapitän!« 

Kaum legten wir mit dem kleinen hölzernen Beiboot an dem hellen Sandstrand an, konnten wir es hören. Ein donnerndes Gebrüll kam uns aus dem Dschungel, der sich hinter dem Strand erstreckte, entgegen. Pille sprang einem großen dünnen Piraten schreiend in den Arm. Sein Kreischen war so laut, dass es mir in den Ohren piepte. 

»Pille, du müffelnde Bilgenratte. Verzieh dich. Und zwar im Schweinsgalopp.« 

»Matrosen!«, rief ich. »Setzt zum Schwertkampf an und dann holen wir uns die Dublonen!« Da sollte mich doch der Klabautermann holen, das Monster, welches eben mit riesigem Gebrüll durch den Dschungel in unsere Richtung gerannt kam stand nun direkt vor uns. Ein lautes Gelächter ging durch die Reihen meiner Mannschaft. Pille zog sich die Kleidung glatt und seinen Hut tiefer ins Gesicht.

Das Monster war keinen Meter groß, es war lila und hatte wuschiges Fell. Purpurne, große Augen sahen uns aus diesem wirren Fellgewuschel an. 

»Ach, du bist ja ein Niedlicher.«, sagte Einer, der dabei zahnlos Grinste. 

»Willst du uns mit deiner Niedlichkeit verjagen?«, fragte ein Anderer. 

Ich ging auf das Monster zu, hielt ihm meine Hand hin, damit es an mir schnüffeln konnte. Plötzlich öffnete es sein Maul und entblößte drei Reihen spitzer, gelber Zähne. Aus seinem Maul kam ein donnerndes Gebrüll ehe lila Slime, der sich zäh über unser aller Köpfe ergoss aus ihm herausschoss. Wir saßen fest. keiner konnte sich bewegen. Unsere Füße klebten am Boden, unsere Arme an unseren Körpern. Schwer lief die Masse an uns herunter. Ich musste irgendwie an den Zauberslime unter meinem Hut herankommen. Das Monster starrte mich an, rülpste, drehte sich um und verschwand wieder im Dschungel. Mit aller Kraft hatte ich es geschafft meinen Arm zu lösen. Der Slime zog lila Fäden während ich ihn zu meinem Hut führte. Als ich in meinen Slime griff, wünschte ich mir, mit fest zusammengepressten Augen, dass er uns alle befreien sollte. Wie eine grüne Wolke quoll er aus dem Glas und wurde immer größer und größer, bis er uns alle bedeckte und den lila Monsterlime von uns weg schob. Dieser verschwand sang und klanglos hinter uns im Meer. 

»Puh, Glück gehabt.« Alle applaudierten und jubelten. 

»Jetzt lasst uns den Schatz holen, Männer!«, rief ich der Mannschaft zu und alle rannten in den Dschungel. 

Der Schatz sollte versteckt in einer Höhle im Dschungel liegen. Wir fanden ihn schnell und trugen ihn zu uns an Bord, ehe das Monster uns wieder einschleimen konnte. Die Piraten sangen fröhliche Lieder, während wir die Kiste öffneten und uns ein riesiger Berg Gold entgegen strahlte. Ich griff hinein und die festen Nuggets verwandelten sich in einen wunderbar riechenden, goldenen Slime. Kleine Goldperlen knistern in ihm. Ich schloss die Augen, drückte ihn in meinen Händen und als ich die Augen öffnete wachte ich in meinem Kinderzimmer wieder auf.

Autorin: Jean Doh


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